Energiemanagement beim GWAZ


Durch eine Zertifizierung der DEKRA Certifications GmbH im Mai 2014 konnte dem GWAZ offiziell bestätigt werden, ein Managementsystem nach den Vorgaben der DIN EN ISO 50001 aufgebaut zu haben. Solch eine Zertifizierung sieht auch die jährliche Überprüfung des Managementsystems vor und wurde bereits 2-mal vor einem Prüfer der DEKRA erfolgreich absolviert.

In diesem Jahr stand nun die erste Rezertifizierung an. Hier wird das vorhandene Managementsystem detailliert hinsichtlich aller möglichen Aspekte über einen Zeitraum von 2 Tagen überprüft. Diese Rezertifizierung findet aller 3 Jahre statt.

Bei den Überprüfungen wurde beispielsweise der Abarbeitungsstand des Aktionsplanes kontrolliert. Der Aktionsplan ist ein wichtiges Instrument, um zum einen interessante Ideen zu entwickeln, aber auch den Überblick über geleistetes und noch offenes zu behalten. Er wurde durch ein eigens für das Management gebildetes „Energieteam“ erarbeitet und wird bei den halbjährlich stattfindenden Sitzungen aktualisiert und fortgeschrieben.

Als oberste Maßnahme im Bereich der Trinkwasserversorgung kann hier die Ablösung von kleineren Wasserwerken genannt werden. Dazu werden hauptsächlich in den Verbandsgebieten II und III seit einiger Zeit Verbindungsleitungen zwischen den betroffenen Ortschaften verlegt. Bereits zwei Wasserwerke konnten bis Ende 2016 abgelöst werden. In diesem Jahr sollen 3 weitere folgen.

Auch der notwendige Neubau einer Druckerhöhungsanlage in Guben brachte neben dem positiven Nebeneffekt der weiteren sicheren Versorgung mit frischem Trinkwasser, Einsparungen von rd. 5.000 kWh jeden Monat. Zum Vergleich, der durchschnittliche deutsche Haushalt verbraucht etwa 3.500 kWh/Jahr!

Im Abwasserbereich liegt das Hauptaugenmerk auf dem Austausch veralteter Anlagenteile. Immerhin sind viele Anlagen in den Nachwendejahren unter anderen Voraussetzungen errichtet worden. Viele Anlagen müssen den jetzigen Gegebenheiten angepasst und auch teilweise saniert werden. Zurzeit werden einzelne Abwasserüberleitungen mittels Luft und gegebenenfalls auch mit sogenannten Molchen (Schaumstoffbälle) gereinigt. Bei den bisher durchgeführten Reinigungen konnten teilweise erhebliche Energieeinsparungen an den vorhergehenden Pumpwerken verzeichnet werden.

Des Weiteren werden, hauptsächlich in Guben, teilweise 100 Jahre alte Kanäle saniert, um sie für weitere Jahrzehnte zu erhalten. Ein Nebeneffekt bei der Sanierung ist die Minimierung des Fremdwasserzuflusses beispielsweise durch Grundwasser. Nachfolgende Anlagen von Pumpwerken bis hin zur Kläranlage sind dadurch einer geringeren Belastung ausgesetzt.

Mit dem Bau von 3 Photovoltaikanlagen im vergangenen Jahr möchte der GWAZ einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz erbringen und auch einen höchstmöglichen Eigenverbrauch erzielen. Zurzeit liegt unsere Eigenverbrauchsquote bei ca. 75%.

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